Barrierefreie Dokumente

PDFs, die
jeder lesen kann.

Geschäftsberichte, Broschüren, Formulare, Rechnungen – PDFs sind allgegenwärtig. Und müssen genauso barrierefrei sein wie deine Website, sobald sie öffentlich verfügbar sind.

Silta erstellt, prüft und repariert PDF-Dokumente nach PDF/UA und WCAG 2.2 AA – aus InDesign, Microsoft Office, LibreOffice, LaTeX oder direkt in Acrobat Pro.


Unsere PDF-Leistungen

Von der Quelldatei bis zum Test.

Wir arbeiten am liebsten mit offenen Quelldateien
(Bsp: InDesign, Word), prüfen aber auch reine PDFs.

1

PDF/UA-Konformitätsprüfung

Wir prüfen Tag-Struktur, Lesereihenfolge, Spracheinstellungen, Metadaten, Verlinkungen, Tabellen, Artefakte und Schrifteinbettung.
Mit PAC 2024, Adobe Acrobat Pro und Hilfstechnologien.

2

WCAG 2.2 AA-Prüfung

Zusätzliche Prüfung auf Aspekte, die PDF/UA nicht abdeckt: Farbkontraste, ausschließliche Farbnutzung, sensorische Merkmale ("oben/rechts"), Sprache pro Abschnitt.

3

Screenreader-Test mit NVDA

Wir lesen das Dokument tatsächlich mit NVDA – besonders bei neuen Templates, ungewohnten Schriftarten oder neuen InDesign-Versionen (die regelmäßig Export-Auffälligkeiten produzieren).

4

Korrektur in Acrobat Pro

Bei PDF-only-Anlieferung: Korrektur der Tag-Struktur, Lesereihenfolge, Alt-Texte und Artefakte direkt in Acrobat Pro. Inklusive Dokumentation der Anpassungen.

5

Optimierung in InDesign / Word

Bei offenen Quelldaten: Anpassung von Absatzformaten, Objekt-Exportoptionen, Lesereihenfolge und Tag-Zuweisungen – damit der nächste Export automatisch barrierefrei wird.

6

Template-Erstellung

Wenn du regelmäßig PDFs in ähnlichem Layout veröffentlichst, lohnt sich ein barrierefreies Master-Template. Einmal richtig aufgesetzt, sparen die nachfolgenden Dokumente jeweils Stunden Nacharbeit.

Standards & Pflicht

Was ein PDF barrierefrei macht.

Der internationale Standard für barrierefreie PDFs ist PDF/UA (Universal Accessibility), definiert in der ISO-Norm 14289-1. Er beschreibt technisch und strukturell, wie ein PDF aufgebaut sein muss, damit Screenreader, Vorlesefunktionen und andere Hilfstechnologien den Inhalt korrekt erfassen können.

Wichtig: PDF/UA-Konformität allein bedeutet nicht automatisch WCAG-Konformität. Während PDF/UA technische Aspekte regelt (Tag-Struktur, Lesereihenfolge, Metadaten), behandelt WCAG zusätzlich inhaltliche Anforderungen (Kontraste, sensorische Merkmale, Sprache). Ein wirklich barrierefreies PDF erfüllt beide.

Konkret heißt das: Jedes Element im PDF hat ein semantisches Tag (Überschrift, Absatz, Liste, Tabelle, Bild), die Lesereihenfolge ist definiert, alle Bilder haben Alternativtexte, Tabellen sind als Tabellen ausgezeichnet (nicht als Layout-Raster), die Sprache ist festgelegt, und das Dokument trägt einen sinnvollen Titel.

Wann fallen PDFs unters BFSG? Wenn sie Teil einer Dienstleistung sind, die unters BFSG fällt – also auf einer betroffenen Website veröffentlicht werden oder zur Erbringung einer betroffenen Dienstleistung notwendig sind. Beispiel: AGB-PDF eines Online-Shops, Vertragsformulare einer Bank, technische Dokumentation eines digitalen Produkts.

Für öffentliche Stellen gilt zusätzlich die BITV 2.0. Ihre Anforderungen entsprechen weitgehend WCAG 2.1 AA und gelten auch für PDF-Dokumente, die von Bundesbehörden veröffentlicht werden.

Häufige Fragen zu PDFs

Klarheit vor dem Auftrag.

Was kostet die Bearbeitung eines PDFs?

Wir rechnen nach tatsächlichem Aufwand zu 85 € netto pro Stunde ab. Die Minuten pro Seite hängen vom Dokumenttyp ab: Textseiten ca. 2 Min., Designseiten ca. 8 Min., Tabellen 2 Min., komplexe Infografiken bis 8 Min.

Eine 20-seitige textlastige Broschüre liegt typischerweise bei 60–90 Minuten Aufwand, ein gelayouteter Geschäftsbericht mit 60 Seiten kann mehrere Stunden benötigen. Verbindliche Preise bekommst du nach Sichtung des konkreten Dokuments.

Reicht es, das PDF in Acrobat zu "reparieren"?

Funktioniert – ist aber oft die teurere Lösung. Wenn du regelmäßig ähnliche PDFs veröffentlichst, ist es deutlich günstiger, die Quelldatei (InDesign, Word) einmal barrierefrei zu strukturieren und dann immer wieder zu nutzen.

Bei Einmal-Dokumenten oder wenn die Quelldatei nicht mehr verfügbar ist, ist die direkte Acrobat-Nacharbeit aber sinnvoll.

Was sind "optimale Voraussetzungen" für die Kalkulation?

Wir kalkulieren auf Basis offener Quelldateien (InDesign oder Word) mit verknüpften Assets, eingebetteten Schriften und nutzbaren Exportvorgaben. Außerdem gehen wir von einer benannten internen Ansprechperson mit Grundkenntnissen Barrierefreiheit aus.

Abweichungen (reine PDF-Anlieferung, fehlende Ansprechperson, problematische Schriftarten, sehr komplexe Tabellen) können Aufschläge von 15–100 % auf einzelne Positionen auslösen. Das kommunizieren wir transparent im Angebot.

Muss ich PDF/UA-konforme PDFs zertifizieren lassen?

Es gibt keine gesetzlich vorgeschriebene Zertifizierungsstelle. Üblich und akzeptiert ist die Prüfung mit dem PAC 2024 (PDF Accessibility Checker) der Schweizer Stiftung "Zugang für alle".

Wir dokumentieren das PAC-Ergebnis als Teil unserer Leistung. Bei rechtlich besonders heiklen Dokumenten (z.B. Bankenverträge, AGB) empfehlen wir zusätzlich eine externe Zweitprüfung.

Kann ich barrierefreie PDFs selbst aus Word erstellen?

Ja – wenn du die richtigen Strukturen kennst. Word hat seit Version 365 sehr gute Werkzeuge für Barrierefreiheit. Mit korrekten Formatvorlagen, Alt-Texten und der eingebauten "Barrierefreiheit prüfen"-Funktion kommst du sehr weit.

Wir bieten dazu eine 3-stündige Online-Schulung an, die alle wichtigen Schritte abdeckt. Danach erstellst du selbst PDF/UA-nahe Dokumente. Komplexere Inhalte (Tabellen, Formulare, Designseiten) brauchen weiterhin Nacharbeit in Acrobat.